Der Rathausstadel, ursprünglich zum Ökonomiehof des ehemaligen Amtshauses der Hospitalstiftung in Dinkelscherben gehörend, ist nach bisherigem Kenntnisstand wohl im 18. Jahrhundert errichtet worden. Er ist das letzte der ursprünglich zwei Ökonomiegebäude, die den Hof des Amtshauses einst umschlossen haben und diente in erster Linie der Unterbringung der Naturaleinkünfte für die Amtsverwaltung. Gleichzeitig gehört der Stadel einer Reihe von Bauten an, die das Ortszentrum ursprünglich wesentlich bestimmt haben und heute bis auf die Pfarrkirche und das Amtshaus mit Stadel weigehend verschwunden sind. Nach dem Abbruch des Pfarrhauses mit Pfarrökonomie sind diese Sonderbauten heute zur Gänze abgängig, so dass gerade dem Amtsstadel eine besondere Bedeutung für den Entwicklung der ländlichen Architektur zukommt.

2012 wurden der Dachstuhl und der Westgiebel des Gebäudes notgesichert.
2016 und 2017 wurden dringend nötige Erhaltungsmaßnahmen am rund 250 Jahre alten Gebäude durchgeführt um die Substanz des Gebäudes ohne weitere Schädigung bis zur Komplettsanierung zu erhalten.

In der Zwischenzeit wurde zusammen mit der Bayerischen Städtebauförderung ein zukunftiges Nutzungskonzept erarbeitet.
Für das Projekt wurde eine Sonderförderung mit einer Erstattung von 80% der Kosten beschieden.
2021/22 soll das Konzept umgesetzt werden.

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